Christa`s - Frenchbullys


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Geschichten



Dein treuer Hund

Wenn alle dich meiden und hassen,
ob mit oder ohne Grund,
wird einer Dich niemals verlassen,
und das ist dein treuer Hund.

Und würdest du ihn sogar schlagen,
ganz herzlos und ohne verstand,
er wird es geduldig ertragen und
leckt Dir dafür noch die Hand.

Nur Liebe und selbstlose treue
hat er für dich immer parat!
Er beweist es dir täglich aufs neue
wie nsagbar gern er dich hat.

Nennst du einen Hund dein eigen,
wirst Du nie verlassen sein und
solltest du vor Einsamkeit schweigen denn
Du bist niemals alein.

Wird einst der Tod dir erscheinen und
schlägt dir die letzte Stund,
wird einer bestimmt um dich weinen und
das ist dein treuer Hund.

Drum schäm Dich nicht deiner Tränen
wenn einmal Dein Hund von dir geht!
Nur er ist, das will ich erwähnen ein Wesen, das stets zu dir steht.

Wie konntest Du nur...

Als ich ein Welpe war, unterhielt ich Dich mit meinen Possen und brachte Dich zum Lachen. Du nanntest mich dein Kind und trotz einer Anzahl durchgekauter Schuhe und so manchem abgeschlachteten Sofakissen wurde ich Dein bester freund. Immer wenn ich "böse" war, erhobst Du deinen Finger und fragtest mich
" Wie konnest Du nur ? "
aber dann gabst Du nach und drehtest mich auf den Rücken, um mir den Bauch zu Kraulen.

Mit meiner Stubenreinheit dauerte es ein bisschen länger wie Erwartet denn Du warst furchtbar beschäftigt, aber zusammen bekamen wir das in den Griff.
Ich erinnere mich an jene Nächte, in denen ich mich imBett an dich kuschelte und Du mir Deine Geheimnisse und Träume anvertrautest und ich glaubte, das Leben könnte nicht schöner sein.

Gemeinsam machten wir lange Spaziergänge im Park, drehet runden mit dem Auto, holten uns Eis ( Ich bekam immer nur die Wffel, denn Eiscreme ist schlecht für Hunde, sagtest Du) und ich döste Stundenlang in der Sonne, während ich auf Deine abendliche Rückkehr wartete.

Allmahlich fingst Du an, mehr zeit mit Arbeit und deiner Karriere zu verbringen und auch damit, dir einen menschlichen Gefährten zu suchen.
Ich wartete geduldig auf Dich, tröstete Dich über Liebeskummer und Entäuschung hinweg, tadelte dich niemals wegen schlechter Enscheidungen und überschlug mich vor Freude, wenn Du Heim kamst und als Du Dich verliebtest.

Sie, jetzt deine Frau ist kein "Hundemensch" trotzdem hieß ich sie in unserem Heim willkommen, versuchte ihr meine Zuneigung zu zeigen und gehorchte ihr. Ich war glücklich weil Du glücklich warst.
dann kamen die Menschenbabies und ich teilte Deine Aufregung darüber. Ich war fasziniert von ihrer rosa Haut und ihrem Geruch und wollte sie genauso bemuttern.
Nur daß du und deine Frau Angst hattet, ich könnte ihnen weh tun und so verbrachte ich die meiste Zeit verbannt in einem anderen Zimmer oder in meiner Hütte.
Oh, wie sehr wollte auch ich sie lieben, aber ich wurde zu einem " Gefangenem der Liebe".

Als sie aber größer waren, wurde ich ihr Freund. Sie krallten sich in meinem Fell fest, zogen sich daran hoch auf wackligen Beinchen, pieksten ihre finger in meine Augen, inspizierten meine Ohren und gaben mir Küsse auf meine Nase. Ich liebte alles an ihnen und ihre Berührungen denn deine Berührung war jetzt so selten geworden, und ich hätte si mit meinem Leben verteidigt, wenn es nötig gewesen wäre.

Ich kroch heimlich in ihre Betten, hörte ihre Sorgen und Träumen zu und gemeinsam warteten wir auf das Geräusch deines Wagens in der Auffahrt.
Es gab einmal eine Zeit, da zogst du auf die Frage, ob du einen Hund hättest, ein Foto von mir aus der Brieftasche und erzähltest Geschichten über mich.

In den letzten Jahren hast du nur noch mit "Ja" geantwortet und das Thema gewechselt.
Ich hatte mich von " Deinem Hund " in " nur einen Hund " verwandelt und jede Ausgabe für mich wurde dir zum Dorn im Auge.
Jetzt hast Du eine neue Berufsmöglichkeit in einer anderen Stadt und Du und Sie werdet in eine Wohnung ziehen, in der Haustiere nicht gestattet sind.
Du hast die richtige Wahl für " Deine " Familie getroffen,
aber es gab eimal eine zeit, da war ich Deineeinzige Familie.

Ich freute mich über die Autofahrt, bis wir am Tierheim ankamen. Es rochn nach Hunden und Katzen, nach Angst und Hoffnungslodigkeit.
Du fülltest die Formulare aus und sagtest " Ich weis, sie werden ein gutes Zuhause für ihn finden".

Mit einem Achselzucken warfen sie Dir einen gequelten Blick zu.
Sie wissen, was einem Hund oder Katze in " mittleren Jahren " erwartet auch mit Stammbaum.

Du musstest Deinem Sohn jeden Finger einzeln vom Halsband lösen, als er schrie " Nein Papa sie dürfen mir meinen Hund nicht wegnehmen!"
Und ich machte mir Sorgen um ihn und die Lektion die du ihm gerade beigebracht hattest, über Freundschaft und Loyalität, über Liebe und verantwortung, und über Respekt vor allem Leben.

Zum Abschied hast Du mir den Kopf getätschelt, meine Augen vermieden und höflich auf das Halsband und die leine verzichtet.
Du hattest einen termin einzuhalten und nun habe ich auch einen.
Nachdem du fort warst, sagten die beiden netten Damen, du hättest wahrscheinlich schon seit Monaten von dem bevorstehenden Umzug gewusst und nichts unternommen um ein gutes Zuhause für mich zu finden.
Sie schüttelten den Kopf und fragten
" Wie konntest Du nur ? ".

sie kümmern sich um uns im tierheim so gut es eben geht.
natürlich werden wir gefüttert, aber ich habe meinen Appetit schon vor Tagen verloren.
Anfangs rannte ich immer vor ans Gitter, sobald jemand an meinen Käfig kam, in der Hoffnung, das seiest Du
" daß Du deine Meinung geändert hättest " daß all dies nur ein schlimmer traum gewesen sei...oder ich hoffte , daß es zumindest jemand wäre, der Interesse an mir hätte und mich retten könnte.
Als ich einsah, daß ich nichts aufzubieten hatte gegen das vergnügte um Aufmerksamkeit Heimschen unbeschwerter Welpen, ahnungslos gegenüber ihrem eigenen Schicksal, zog ich mich in eine ferne Ecke zurück und wartete.

Ich hörte ihre Schritte als sie am Ende des Tages kam, um mich zu holen und trottete hinter ihr her den gang entlang zu einem abgelegenen Raum.
Ein angenehm ruhiger Raum.
Sie hob mich auf den Tisch und kraulte meine Ohren und sagte mir, es sei alles in Ordung.
Mein herz pochte vor Aufregung, was jetzt wohl geschehen würde, aber da war auch ein Gefühl der erleichterung.

Für den Gefangenen der Liebe war die Zeit abgelaufen.
Meiner Natur gemäss war ich aber eher um sie besorgt.
Ihre Aufgabe lastet schwer auf ihr und das fühlte ich, genauso wie ich jede Deiner Stimmungen refühlen konnte.
Behutsam legte sie den Stauschlauch an meiner Vorderpfote an, während eine Träne über ihre Wange floss.

Ich leckte ihre Hand, um sie zu trösten, genauso wie ich Dich vor vielen Jahren getröstet hatte.
Mit geübtem Griff führte sie die Nadel in meine Vene ein. Als ich den Einstich fühlte und spürte, wie die kühle Flüssigkeit durch meinen Körper lief, wurde ich schläfrig und legte mich hin, blickte in ihre gütigen Augen und flüsterte
" Wie konntest Du nur ? ".

Vieleicht verstand sie die Hundesprache und sagte deshalb
" Es tut mir ja so leid ! "

Sie umarmte mich und beeilte sich mir zu erklären, es sei ihre Aufgabe afür zu sorgen, daß ich bald an einen besseren Ort wäre, wo ich weder ignoriert noch missbraucht noch ausgestzt werden könnte oder auf mich alleine gestellt wäre, einem Ort der Liebe und des Lichts, vollkommen anders als dieser irdische Ort.

Und mit meiner letzeten Kraft versuchte ich, ihr mit meinem Klopfen meines Schwanzes zu verstehen zu geben, daß mein
" Wie konntest Du nur ?"
nicht ihr galt. Du warst es, mein geliebtes Herrchen, an den ich dachte.
Ich werde für immer an Dich denken und auf Dich warten.
Möge Dir ein jeder in Deinem Leben so viel Loyalität zeigen!








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